Welche Sackkarre ist die richtige?
Zu den ältesten Arbeitsgeräten in Unternehmen, Werkstätten und auch Privathaushalten gehört die Sackkarre. Die unscheinbare zweirädrige Karre hat sich beim Transportieren von Säcken und Lasten der verschiedensten Art als unentbehrlich erweisen und die Zeiten überdauert. Das kleine Gerät ist nicht nur unter der Bezeichnung Sackkarre bekannt, sondern mancherorts auch als Stechkarre und in Österreich als Sackrodel.
Aufbau von Sackkarren
Es gibt viele verschiedene Sackkarrenmodelle, die sich in Größe und Form unterscheiden. Der Aufbau ist jedoch stets gleich. Die Sackkarre besteht aus einem Metallgestell, das im unteren Bereich über eine Abladefläche verfügt. Im rechten Winkel dazu ist der in Rohrform gehaltene Rahmen angebracht. Dieser wird durch Querstrebe stabilisiert, die auch dazu dienen, die Ladung zu halten. Im oberen Bereich ist der Rahmen gebogen und mündet in den Griff, der zumeist mit Plastik oder Schaumgummi verkleidet ist. Der Rahmen kann aus Edelstahl, Stahlrohr oder Aluminium gefertigt sein. Am robustesten sind die Edelstahlmodelle, weil sie nicht rosten und sich nicht so leicht verbiegen. Bei einigen Modellen ist die Abladefläche einklappbar, was vor allem dann von Vorteil ist, wenn die Sackkarre Platz sparend transportiert werden soll. Sackkarren verfügen über zwei mit Luft aufgepumpte Vollgummireifen. Früher hatten sie gusseiserne Räder. Die zumeist mit geringem Druck aufgepumpte Gummibereifung hat den Vorteil, dass die Karre auch mit schweren Lasten leichter über Hindernisse gezogen werden kann.
Lasten mit Sackkarren transportieren
Bei Sackkarren ist die Radnabe zugleich der mechanische Hebeldrehpunkt. Dadurch können auch schwere Lasten bequem von A nach B transportiert werden. Besonders Treppen können mit einer Sackkarre, sowohl nach oben als auch nach unten, problemlos gemeistert werden. Noch leichter geht es mit einem Sackkarrenmodell, das als „Treppensteiger“ bekannt ist. Es verfügt über drei bis fünf so genannte Sternräder, die sicher auf den Treppenstufen abrollen. Zusätzlich können noch ein Elektromotor und ein spezieller Steigantrieb eingebaut werden.
Welche Sackkarre ist die richtige?
Als Güter und Lebensmittel noch in Säcken verpackt und verkauft wurden, transportierte man mit der Sackkarre, dem Namen entsprechend, überwiegend Säcke. Durch das Aufkommen von Karton- und Palettenverpackungen hat sich dies geändert. Heute werden die verschiedensten schweren Gegenstände mit Sackkarren transportiert: Von Getränkekisten bis kleinen Möbelstücken. Welche Sackkarre für den eigenen Bedarf die richtige ist, hängt von den Lasten ab, die man befördern möchte. Je größer, sperriger und schwerer die Lasten, desto breiter sollte der Rahmen sein und desto größer die Abladefläche. Bei einem zu klein bemessenen Rahmen und einer zu kleinen Abladefläche können die Güter leicht verrutschen. Befördert man Gegenstände mit einer uneinheitlichen Oberflächenform, wie beispielsweise Kartoffelsäcke, ist es empfehlenswert, die Ladung zusätzlich mit Riemen oder Gurten zu sichern, damit sie nicht beim Transport verrutscht.
