Taz.de
1. Von den ersten Blättern bis ins Netz: taz goes taz.de
Auf http://www.commentarist.de/nachrichtenseite/taz-de finden sich Kolumnen, Artikel und Kommentare von der Internetseite taz.de. Hierbei handelt es sich um die Webpräsenz der in Berlin entworfenen "tageszeitung" (kurz: "taz"). Während das Printmedium bereits im Jahre 1978 in Westberlin gegründet worden ist, hat es knapp 20 Jahre gedauert, bis die Zeitung sich mit taz.de fest in den Sphären des Internet verankert hatte. Dennoch handelte es sich um eine der ersten Zeitungen in Deutschland, die ihre Inhalte im Netz für Jedermann frei zugänglich gemacht hatten. Und bis zum heutigen Tage sind nach wie vor prinzipiell alle Inhalte schrankenlos einsehbar, ohne dass Kosten entrichtet werden müssten. Schon aus Gründen des sinnvollen Umgangs mit beschränkter Speicherkapazität werden freilich keine Rückgriffe bis bspw. in das Gründerjahr 1995 erlaubt; aber immerhin können die redaktionellen Inhalte und sämtliche journalistischen Beiträge der letzten zwölf Monate recherchiert werden.
2. taz.de und seine Leserkommentare
Bei http://www.commentarist.de/nachrichtenseite/taz-de nicht mehr unmittelbar angegeben sind die Leserkommentare, die von den Besuchern von taz.de verfasst werden und den jeweiligen Artikeln nachgeordnet sind. Anders als bei manch sonstiger überregionaler großer Zeitung im Internet, wird die Kommentarfunktion bei taz.de von den Betreibern bisweilen jedoch etwas stiefmütterlich behandelt. Es kann durchaus vorkommen, dass Kommentare, die ein Leser verfasst, frühestens 24 oder 48 Stunden später auf der Seite aufzufinden sind. Bisweilen wird auch moniert, dass taz.de eine vergleichsweise undurchsichtige Form der Zensur und Ausfilterung von unerwünschten Kommentaren betreibe. Laut eigenem Bekunden behalten sich die Macher von taz.de indes lediglich vor, rassistische, sonst diskriminierende oder anderweitig strafrechtlich relevante Inhalte von einer Veröffentlichung als Leserkommentar auszunehmen.
3. Neu seit dem Jahr 2011: "taz-zahl-ich"
Obgleich taz.de seine Artikel kostenfrei abrufen lässt, bietet die Seite die Option, bei Gefallen auch einen finanziellen Beitrag zur Unterstützung des Portals zu entrichten. Zu diesem Zweck wurde im Frühjahr des Jahres 2011 der Slogan "taz-zahl-ich" entworfen und eine Reihe von Möglichkeiten kreiert, mit denen Leser für einzelne Artikel zahlen können, ohne sich damit zu irgendeiner Form von Abonnement oder dauernder Zahlung zu verpflichten. Entsprechend dem nach wie vor bestehenden Selbstverständnis der taz als linksalternatives (Print- und Internet-) Medium bestehen insoweit jedoch keine starren Größen. Dies bedeutet, dass der Leser je nach eigenem Ermessen und je nach Umfang seines Geldbeutels autonom festlegt, wie viel er entrichten möchte. Per Handy, paypal oder Bankeinzug lassen sich die jeweiligen Beträge dann manuell eintippen. Hintergrund der Einführung eines solchen Bezahlsystems war auch, dass die online-Ausgabe der tageszeitung bisweilen mehrere Millionen Klicks pro Tag erhält, während die am Kiosk verkaufte Auflage kaum die Marke von 50.000 überschreitet.
4. Nach wie vor mit Idealismus dabei: die Mitarbeiter von taz und taz.de
Aus sicher der an taz und taz.de beteiligten Redakteure und Journalisten ist gewiss zu hoffen, dass das Bezahlsystem seinen Teil dazu beiträgt, dass auch die Löhne der Herausgeber ansteigen. Denn wer bei der "tageszeitung" arbeitet, hat im Schnitt mit einem monatlichen Lohn von nur 2.000 Euro (brutto) zu rechnen, was im Vergleich zu vielen anderen Zeitungen in Deutschland ein eher schmales Entgelt darstellt. Auffällig ist dabei auch, dass zwischen Chefredakteur und "normalen Journalisten" wiederum entsprechend dem Selbstverständnis der taz keine sonderlich ausgeprägten Gehaltssprünge stattfinden.
