

iMac – Der Allrounder auf dem Schreibtisch
Author: Arndt Bergmann
Apple hat drei verschiedene Desktop-Computer im Sortiment: Den kleinen Mac mini, den großen Powermac und dazwischen: den iMac mit eingebautem Display. Den iMac gibt es derzeit in zwei Bildschirmgrößen, einen kleineren mit 21,5 Zoll Bilddiagonale und einen großen mit 27 Zoll. Beides sind recht unübliche Größen, doch wer einmal in einem Computerladen vor beiden Bildschirmen gestanden hat, bemerkt schnell, dass beide Größen absolut brauchbar sind und dass die Frage nach der optimalen Bildschirmgröße eines Desktopcomputers eigentlich eine reine Kostenfrage ist. Bei den mobilen Geräten sieht es ganz anders aus: Kaum jemand möchte mit einem 17 Zoll Notebook in der Tasche herumlaufen. Beim iMac jedoch kann das Display nicht groß genug sein.
Wer zum ersten Mal einen iMac erblickt, wird sich fragen, wo denn der eigentliche Computer ist. Tatsächlich ist der iMac so flach, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sich ein vollwertiger leistungsfähiger Computer in seinem Inneren befindet. Neben der Bildschirmdiagonale unterscheiden sich die iMacs vor allem in drei Merkmalen: In der Prozessorgeschwindigkeit, dem Arbeitsspeicher sowie der Festplattengröße. In früheren Zeiten wurden Macs systematisch mit zu wenig RAM ausgestattet, sodass man entweder einen unverhältnismäßig langsames Gerät auf dem Schreibtisch vorfand, oder aber Arbeitsspeicher nachrüstete. Die aktuellen Modelle bieten mit 4GB jedoch ausreichenden Arbeitsspeicher für die meisten Anwendungsgebiete – von Spezialfällen einmal abgesehen.
Die Frage nach der geeigneten Festplattengröße ist schwieriger zu beantworten. Für die allermeisten Anwendungsbereiche sollte die jeweils kleinste Festplatte völlig ausreichen. Plant man jedoch die Archivierung umfangreicher Videosammlungen, kann jedoch auch die größte Festplatte schnell zu klein werden, sodass eine zusätzliche externe Festplatte ohnehin die bessere Wahl ist. Die Wahl der richtigen Festplatte sollte beim iMac allerdings reiflich überlegt werden: Sie lässt sich im Nachhinein unglaublich schwierig gegen ein größeres Modell tauschen. Für den Festplattentausch beim iMac ist es tatsächlich nötig, den gesamten Bildschirm inklusive davorsitzender Glasscheibe abzunehmen und eine weitere Ummantelung zu entfernen. Obwohl es brauchbare Anleitungen dazu im Internet gibt, ist dem durchschnittlichen Anwender von dieser Maßnahme abzuraten. Günstiger ist es, gleich die richtige Festplatte mitzubestellen.
Beim Prozessor (CPU) ist seit dem neuesten Modell sogar ein Vierkern-Prozessor, nämlich der intel i5 bzw. intel i7 erhältlich. Wer für besondere Anwendungen oder Spiele ein Höchstmaß an Rechenpower braucht, sollte diese Option in die engere Wahl nehmen. Der Clou an den neuen CPUs ist: Selbst wenn eine Applikation nicht in der Lage ist, auf sämtliche CPU-Kerne zuzugreifen, so schaltet der Prozessor die nutzbaren Kerne automatisch in eine höhere Taktung, sodass maximale Geschwindigkeit die Folge ist. Die Leistung dieser neuen Vierkernprozessoren bringt den aktuellen iMac auf ein Leistungsniveau, dass selbst die frühere Spitzenklasse, die ersten Powermacs aus dem jahr 2007, in den Schatten stellt.
Für normale Anwendungsgebiete wie der durchschnittlichen Büronutzung inkl. Web & Internet sollte der herkömmliche Core 2 Duo Prozessor völlig ausreichend sein. Die Erfahrung zeigt, dass Prozessoren sich die meiste Zeit langweilen und bei einer Auslastung von ca. 10% herumdümpeln.
Eine von vielen als Makel angesehene Eigenschaft des iMac ist der eingebaute Monitor. Wer bereits einen Monitor besitzt, mit diesem auch zufrieden ist, der würde sich vermutlich eher ein Modell ohne Monitor wünschen. Warum der monitorlose Mac Mini und der Powermac nicht für jeden eine gute Alternative darstellen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
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